Sozialmarkt – starke Idee mit großer Wirkung
Nach dem Vorzeigemodell im Waldviertel könnte ein solcher mobiler Markt schon bald, spätestens 2010, in der Bezirkshauptstadt Realität werden. Die Idee des SOMA ist dabei bestechend einfach: Handel und Industrie liefern Produkte, die noch zum Konsum geeignet sind, aber nicht mehr in den Verkauf gelangen sollen. Diese Waren werden Menschen, die an der Armutsgrenze leben, in den Märkten zu einem symbolischen Preis verkauft.
Angeboten werden dürfen ausschließlich kostenlos zur Verfügung gestellte Waren, es werden keine Produkte zugekauft. Insbesondere Lebensmittel und Hygieneartikel, die einwandfrei in Ordnung sind, jedoch aufgrund von Transportschäden oder ähnlichem im normalen Handel nicht mehr angeboten werden können, nimmt der SOMA kostenlos auf. Der Preis darf wiederum ein Drittel des im Lebensmitteldiskont üblichen Preises nicht überschreiten. Bezahlt wird in sogenannten SOMA Euros, die im Geschäft eingelöst werden können. Als Garantie für eine sinnvolle Verwendung gibt es bei Bezahlung mit SOMA-Euros kein Retourgeld.
Basierend auf der Idee eines mobilen SOMAs wie im Waldviertel soll dieser rollende Markt auch in der Großgemeinde Mistelbach umgesetzt werden. Dieser mobile SOMA ist ein Pilotprojekt in NÖ und stellt den Versuch dar, Gebiete flächendeckend mit dem Sozialmarktangeboten zu versorgen.
Vorteile auf allen Seiten
Die Errichtung eines solchen SOMAs bringt für alle Beteiligten Vorteile mit sich: Unternehmen, die ihre Produkte zur Verfügung stellen, sparen sich zum Einen die Entsorgungskosten und Menschen mit geringem Einkommen kommen zum Anderen finanziell leichter über die Runden. Und das Geld, das beim Einkauf in SOMA Märkten gespart wird, kann zusätzlich wieder in Markenprodukte des Handels und der Industrie fließen.
Nach den Erfolgen des mobilen SOMAs im Waldviertel verspricht der Geschäftsführer der SAM NÖ Dipl.-Ing. Dr. Walter Feninger: „Ab 2010 ist ein mobiler Sozialmarkt auch im Weinviertel fix!“




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